23.12.25

Schwarzer Tee & Koffein: Wirkung, Gehalt & gesunde

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Schwarzer Tee & Koffein: Wirkung, Gehalt & gesunde

Veröffentlicht am 30.12.2025

Tee-Ratgeber

Schwarzer Tee & Koffein: Wirkung, Gehalt & gesunde Tipps

Schwarzer Tee Koffein
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Schwarzer Tee enthält tatsächlich mehr Koffein als viele Menschen vermuten. Während eine Tasse schwarzer Tee zwischen 30 und 60 Milligramm Koffein enthält, liegt der Koffeingehalt beim Kaffee mit etwa 80 Milligramm pro 100 Milliliter deutlich höher. Jedoch wirkt das Koffein im Tee anders auf deinen Körper es entfaltet seine Wirkung langsamer und nachhaltiger, was dir einen längeren und gleichmäßigeren Energieschub verschafft.

Schwarzer Tee Koffein

Inhalt

  1. Wie viel Koffein steckt in schwarzem Tee?
  2. So wirkt das Koffein im Schwarztee
  3. Was beeinflusst den Koffeingehalt?
  4. Gesunde Tipps für den Schwarztee-Genuss

Schwarzer Tee enthält tatsächlich mehr Koffein als viele Menschen vermuten. Während eine Tasse schwarzer Tee zwischen 30 und 60 Milligramm Koffein enthält, liegt der Koffeingehalt beim Kaffee mit etwa 80 Milligramm pro 100 Milliliter deutlich höher. Jedoch wirkt das Koffein im Tee anders auf deinen Körper es entfaltet seine Wirkung langsamer und nachhaltiger, was dir einen längeren und gleichmäßigeren Energieschub verschafft.

Wie viel Koffein steckt in schwarzem Tee?

Der Koffeingehalt in deinem Schwarztee kann stark variieren – abhängig von verschiedenen Faktoren wie Teesorte, Zubereitung und sogar den verwendeten Teeblättern selbst. Ein genauer Blick auf diese Faktoren hilft dir, besser zu verstehen, wie viel des anregenden Stoffes tatsächlich in deiner Tasse steckt.

Durchschnittlicher Koffeingehalt pro Tasse

Im Durchschnitt enthält eine Tasse (250 ml) schwarzer Tee zwischen 30 und 90 mg Koffein. Andere Quellen geben einen engeren Bereich von 40 bis 70 mg an. Diese Schwankungen erklären sich durch unterschiedliche Messmethoden und Teesorten.

Vergleicht man diese Werte mit Kaffee, wird deutlich, dass eine Tasse Kaffee mit etwa 80 bis 120 mg Koffein nahezu doppelt so viel des Wirkstoffs enthält. Besonders interessant: Obwohl getrocknete Teeblätter mit rund 3 Prozent einen höheren Koffeinanteil als geröstete Kaffeebohnen (unter 2 Prozent) aufweisen, ist der Koffeingehalt im fertigen Getränk geringer, da für Tee weniger Blätter verwendet werden.

Einfluss von Sorte, Erntezeit und Blattgrad

  • Darjeeling: etwa 60 mg pro Tasse
  • Assam: etwa 65 mg pro Tasse
  • Ceylon: etwa 55 mg pro Tasse

Besonders spannend ist der Einfluss des Erntezeitpunkts und der verwendeten Pflanzenteile. Junge Blätter und Knospen ("Buds") enthalten deutlich mehr Koffein als ältere Blätter. Dies liegt an einem natürlichen Schutzmechanismus der Teepflanze: Die jungen Triebe produzieren mehr Koffein, um Insekten durch den bitteren Geschmack abzuwehren.

Tees mit hohem Anteil an Blattspitzen – im Fachjargon als "Tippy", "Fine Tippy" oder "Golden Flowery" bezeichnet – haben folglich einen höheren Koffeingehalt. First Flush Darjeeling, besonders der saisonale Fugtee, gehört zu den koffeinreichsten Sorten, während chinesischer Keemun vergleichsweise wenig Koffein enthält.

Warum der Begriff 'Teein' irreführend ist

Lange Zeit wurde für den Wirkstoff im Tee der Begriff "Teein" verwendet, um ihn vom "Koffein" im Kaffee abzugrenzen. Aus chemischer Sicht handelt es sich jedoch um ein und dieselbe Substanz. Die unterschiedliche Benennung ist wissenschaftlich nicht haltbar und kann zu Missverständnissen führen.

Der Hauptunterschied liegt nicht im Molekül selbst, sondern in seiner Bindung und Wirkungsweise im Teegetränk. Im Schwarztee ist das Koffein an Gerbstoffe (Tannine) gebunden, was zu einer langsameren Freisetzung und einer sanfteren, länger anhaltenden Wirkung führt.

So wirkt das Koffein im Schwarztee

Anders als bei Kaffee entfaltet das Koffein im schwarzen Tee seine Wirkung auf eine besondere Weise in deinem Körper. Diese Unterschiede machen Schwarztee für viele zur bevorzugten Quelle ihrer täglichen Koffeindosis.

Langsame und nachhaltige Freisetzung

Die besondere Wirkung des Koffeins im schwarzen Tee basiert auf einer chemischen Bindung: Die enthaltenen Gerbstoffe (Tannine) verbinden sich während des Aufbrühens mit dem Koffein. Diese Koffein-Gerbstoff-Verbindung wird vom Körper deutlich langsamer aufgenommen als reines Koffein. Erst im Darm löst sich diese Verbindung wieder, wodurch das Koffein verzögert ins Blut gelangt.

Die stimulierende Wirkung beginnt etwa 15 bis 45 Minuten nach dem Konsum. Die Halbwertszeit des Koffeins beträgt dabei 3 bis 5 Stunden. Aufgrund dieser langsamen Freisetzung bleibt die Wirkung gleichmäßiger und hält wesentlich länger an – ideale Voraussetzungen für einen produktiven Arbeitstag ohne Energieschwankungen.

Unterschied zur Wirkung von Kaffee

Im Vergleich zum Kaffee zeigt sich ein deutlicher Kontrast: Kaffee mit seiner Koffeindosis von etwa 100 mg pro Tasse wirkt sofort, erhöht den Herzschlag und beschleunigt Atmung sowie Stoffwechsel. Allerdings folgt auf diesen schnellen Energieschub oft ein ebenso rascher "Koffein-Crash".

  • Eine sanftere, aber längere Wachheit ohne abrupte Energieabfälle
  • Eine ausgeglichenere Stimulation durch die Kombination aus Koffein und L-Theanin
  • Weniger Nervosität und Unruhe im Vergleich zu Kaffee

Diese Eigenschaften machen schwarzen Tee zur besseren Wahl für anhaltende Konzentration statt kurzfristiger Energieschübe.

Koffeinwirkung bei empfindlichen Personen

Für Menschen mit Koffeinempfindlichkeit kann schwarzer Tee eine ausgezeichnete Alternative sein. Obwohl das Koffein im Tee kurzfristig den Blutdruck erhöhen kann, wirken die enthaltenen Flavonoide bei regelmäßigem Konsum langfristig positiv auf die Herzgesundheit.

  • Personen mit empfindlichem Magen, da er magenfreundlicher ist als Kaffee
  • Menschen mit Neigung zu Nervosität, bei denen Kaffee die Symptome verstärken könnte
  • Diejenigen, die einen sanften Energieschub ohne Nebenwirkungen wie Herzrasen suchen

Tatsächlich ist schwarzer Tee selbst für koffeinempfindliche Menschen und sogar Kinder als morgendlicher Muntermacher geeignet.

Was beeinflusst den Koffeingehalt?

Die Faktoren, die den Koffeingehalt in deiner Tasse schwarzen Tees beeinflussen, sind vielfältiger als du vielleicht denkst. Vom Aufbrühen bis zur Teesorte – zahlreiche Aspekte bestimmen, wie viel des anregenden Stoffs letztendlich in deinem Getränk landet.

Ziehzeit und Wassertemperatur

Die Wassertemperatur ist einer der entscheidendsten Faktoren. Je heißer das Wasser, desto mehr Koffein löst sich aus den Blättern. Bei kochendem Wasser (95-100°C) wird deutlich mehr Koffein freigesetzt als bei niedrigeren Temperaturen. Bei einer Wassertemperatur von 70°C löst sich im ersten Aufguss nur etwa ein Viertel des Koffeins im Vergleich zu heißeren Aufgüssen (85 und 100°C).

Auch die Ziehzeit spielt eine wesentliche Rolle. Koffein ist gut wasserlöslich und gehört zu den ersten Substanzen, die sich aus den Teeblättern lösen. Bereits nach 2-3 Minuten ist der Großteil des Koffeins im Wasser gelöst. Allerdings zeigen Studien, dass der Koffeingehalt bis zu einer Ziehzeit von 3 Minuten noch stark zunimmt und erst danach abflacht.

Verarbeitung: Orthodox vs. CTC

Die Herstellungsmethode hat ebenfalls erheblichen Einfluss auf den Koffeingehalt. CTC-Tees (Crush, Tear, Curl) werden maschinell zerkleinert und zu kleinen Kügelchen gerollt.

  • Vergrößert sich die Oberfläche der Teeblätter erheblich
  • Werden mehr Zellwände aufgebrochen
  • Kann mehr Koffein schneller ins Wasser übergehen

Im Gegensatz dazu bleiben bei der traditionellen orthodoxen Methode die Blätter weitgehend intakt. Diese Tees geben ihr Koffein langsamer ab, behalten aber mehr ätherische Öle und entwickeln ein komplexeres Aroma.

Verhältnis von Teemenge zu Wasser

Nicht überraschend: Je mehr Teeblätter du verwendest, desto höher wird der Koffeingehalt deines Aufgusses. Für eine durchschnittliche Tasse (250 ml) werden etwa zwei Gramm Tee empfohlen. Mit steigender Teemenge erhöht sich der Koffeingehalt proportional.

Ein hilfreicher Tipp: Wenn du einen kräftigen Tee ohne zu viel Bitterkeit möchtest, verwende lieber mehr Teeblätter mit kürzerer Ziehzeit anstatt wenige Blätter mit längerer Ziehzeit.

Lose Blätter vs. Teebeutel

Bei Teebeuteln wurden die Blätter meist zerkleinert, wodurch sich ihre Oberfläche vergrößert. Dadurch lösen sich die Inhaltsstoffe – einschließlich Koffein – deutlich schneller. Teebeutel sollten daher kürzer ziehen als loser Tee, um nicht bitter zu werden.

Interessanterweise enthält loser Schwarztee von hoher Qualität mit 22-28 mg Koffein pro Gramm getrockneter Blätter oft mehr Koffein als Teebeutel, die häufig aus kleineren Blättern oder Bruchstücken bestehen.

Gesunde Tipps für den Schwarztee-Genuss

Um die Vorteile des schwarzen Tees optimal zu nutzen ohne unerwünschte Nebenwirkungen zu erleben, sind einige praktische Tipps hilfreich. Mit der richtigen Herangehensweise kannst du die belebende Wirkung genießen und gleichzeitig deiner Gesundheit etwas Gutes tun.

Empfohlene Tagesmenge laut EFSA

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) stuft für Erwachsene eine Tagesdosis von bis zu 400 mg Koffein als unbedenklich ein. Dies entspricht etwa sechs Tassen Schwarztee täglich. Für Schwangere liegt die empfohlene Höchstmenge bei 200 mg Koffein täglich, was etwa drei Tassen entspricht. Allerdings reagiert jeder Körper anders auf Koffein – achte deshalb stets auf deine individuellen Signale.

Beste Uhrzeit für den Konsum

Schwarzer Tee eignet sich besonders gut als Frühstückstee oder für den Vormittag. Aufgrund seiner anregenden Wirkung hilft er auch nach dem Mittagessen, das typische Nachmittagstief zu überwinden. Nach 15 Uhr solltest du jedoch auf koffeinhaltige Tees verzichten, besonders wenn du zu Schlafproblemen neigst. Für den Abend empfehlen sich koffeinfreie Alternativen.

Koffeinfreie Alternativen

  • Rooibos-Tee: Eine hervorragende koffeinfreie Alternative, die ebenfalls gut mit Milch und Zucker getrunken werden kann
  • Kräutertees: Bieten vielfältige Geschmacksrichtungen ohne anregende Wirkung
  • Entkoffeinierter Schwarztee: Enthält nur noch minimale Mengen Koffein (0,4%), kann jedoch bei empfindlichen Personen noch wirken

Sorten mit hohem oder niedrigem Koffein

Je nach gewünschter Wirkung kannst du zwischen verschiedenen Schwarzteesorten wählen. Assam Tee enthält mit etwa 65 mg pro Tasse besonders viel Koffein und eignet sich hervorragend für den Morgen. Darjeeling Tee hingegen enthält weniger Koffein und ist daher eine bessere Wahl für den Nachmittag.

Zubereitung für optimale Wirkung

Die richtige Zubereitung beeinflusst wesentlich, wie das Koffein wirkt. Bei einer Ziehzeit von 3 Minuten entfaltet der Tee seine belebende Wirkung optimal. Möchtest du den Koffeingehalt reduzieren, verwende weniger heißes Wasser (70-80°C) und verkürze die Ziehzeit auf 1-2 Minuten. Die verbreitete "Drei-bis-fünf-Minuten-Regel" ist übrigens ein Mythos – längeres Ziehen reduziert den Koffeingehalt nicht.

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